Feb
8
Chaos durch schnelles Tauen
Die Meisten dürften sich freuen, dass der Winter sich langsam zurück zieht und die Schneemassen nach und nach Schmelzen. Doch nicht überall verursacht das Tauwetter die reinste Freude. Im ganzen Land wurden bis Mitte Januar fast hundert Einsätze von Feuerwehr und Einsatzkräften der Behörden gezählt, die sich auf Überschwemmungen und Schäden durch zu schnelles Abtauen bezogen.
Wasser kann nicht abfließen
Der abschmelzende Schnee allein wäre gar nicht so ein Problem, wenn nicht die immer noch niedrigen Temperaturen wären. Der nun über Monate gefrorene Boden, taut zu langsam auf und das Wasser der Schneeschmelze kann nicht in den harten Boden versickern. So sucht sich das Wasser andere, besonders für Anwohner und Hausbesitzer unangenehme Wege. Keller waren überschwemmt und auch die eingeschossigen Ferienhäuser wurden von den Wassermassen heimgesucht. An den oftmals aus Holz gebauten Hütten, besonders dem Dielenboden, hinterlässt das Wasser schwere Schäden, die zu reparieren teuer und aufwändig ist.
Infrastruktur gefährdet
Außer dem frei fließenden Schmelzwasser bereiten besonders die Auen, die über die Ufer getreten sind Probleme. Der Grundwasserspiegel steigt, so dass Kanalisation und Wasserversorgung durcheinander geraten. Häufig hatten die Behörden außerdem mit vom Eis gesprengten Wasser- und Abwasserrohren zu tun, sowie mit überschwemmten Straßen. Insbesondere in Kombination mit erneutem Frostwetter, kam es auf den nassen Straßen zu zahlreichen Unfällen durch Blitzeis. Teilweise mussten auch einzelne Straßenabschnitte gesperrt werden, um den Verkehr nicht zu gefährden. Wie immer sind die Dänen aber gut organisiert und als Tourist kann man getrost sein Ferienland besuchen. Schildern und Umleitungen, sowie der Anweisungen der Polizei sollte man jedoch unbedingt Folge leisten.